WESTWERK.

Westwerk-Verstärker

WESTWERK.

Admiralitätstr. 74

20459 Hamburg

Westwerk-Verstärker

Eröffnung | Freitag | 26. Oktober 2018 | 19 Uhr

Ausstellung: 27. Oktober bis 4. November 2018

Dienstag bis Freitag 1618 Uhr | Samstag/Sonntag 1518 Uhr

Kennzeichnend ist eine eher ethnografische Heran-gehensweise an Themen wie Punk, Hot Rod oder Rockabilly, die Polosport-Szene, Natural Horsemenship, Gauchos in Argentinien – oder die Nomaden des Altai in der Mongolei. Dorothea Heinrich begibt sich in Situationen hinein, ist Medium und Indikator. Die Motive ihrer Fotografien sind Fundstücke, die sie dabei sammelt.

Dorothea Heinrichs künstlerische Herkunft liegt in der Malerei und Zeichnung. Inzwischen fotografiert sie seit
über 20 Jahren. Zunächst von der Schwarzweißfotografie kommend, ist ihr die analoge Fotografie nach wie vor sehr nah. 2012 hat sie begonnen, digital zu arbeiten und hat anfänglich mit der Umstellung gehadert. In diesem Verlauf hat sie sich tiefgreifend mit den jeweiligen Techniken und ihren unterschiedlichen Ausdrucksqualitäten auseinander-gesetzt.

Die Auffassung von Fotografie, die Dorothea Heinrich vertritt, ist sehr frei. Ein authentischer und absichtsloser, entspannter Blick prägt ihre Arbeit. Eine filmische Vor-stellungskraft und ein Denken in übergreifenden Bögen drücken sich in ihren Fotoserien aus. Die Ergebnisse sind Sujets, die malerisch zu einem Bild verwoben sind. Sowohl
die einzelnen Fotografien, als auch ihre assoziativen Zusammenstellungen erzählen poetische Geschichten.

Dorothea Heinrich setzt sich dem Unbekannten aus.
Sie möchte die Mentalitäten und Konventionen, die Eigen-schaften und Strukturen von innen heraus verstehen. Dabei richtet sie einen weder distanzierten noch bewertenden Blick auf die Nomaden, sondern geht in direkten Kontakt, indem sie intuitiv und sehr vorsichtig vorgeht. Ohne mit Vertrautem zu vergleichen, verlässt sie Sicherheit bietendes Terrain. Sie ist einfach da. So bekommt sie ein sich immer erweiterndes Verständnis für fremde Kulturen. Die Fotografien sind Verbildlichungen ihres Erlebens.

In close below the heavens zeigt Dorothea Heinrich Bilder
von Alltagssituationen mongolischer Nomaden und einer großartigen Landschaft.