WESTWERK.

Westwerk-Verstärker

WESTWERK.

Admiralitätstr. 74

20459 Hamburg

Eröffnung | Freitag | 1. Oktober 2021 | 19 Uhr

Konzert | Valeria Dele | 21:30 Uhr

Ausstellung | 2. bis 10. Oktober 2021

Mo bis Fr 1419 Uhr | Sa und So 1219 Uhr

Filmscreening | Tasha Arlova und Kristina Savutsina

Donnerstag | 7. Okt. | 19 Uhr

Ausgehend von einer offenen Ausschreibung werden die belarusischen Künstler:innen Tasha Arlova, eeefff (Dzina Zhuk und Nicolay Spesivtsev), Ihar Hancharuk, Anastasia Mirontsava, Daria Sazanovich/Sheeborshee, Varvara Sudnik und Aliaxey Talstou im Westwerk ihre Arbeiten zeigen.
In der Ausstellung werden die Herrschaftsbeziehungen
der Vergangenheit hinterfragt und deren Spuren bis in die Gegenwart verfolgt. Dabei stellen sich wiederkehrende Fragen: Auf welche Weise wird Gewalt ausgeübt, inszeniert, medial verbreitet und historisch legitimiert und was kann
ihr entgegensetzt werden? Mit ihren Arbeiten eröffnen die Künstler:innen unterschiedliche Perspektiven auf die bela-rusische Lebensrealität, von der persönlichen Alltagsbewäl-tigung bis hin zur dokumentarischen Auseinandersetzung mit medialen, ökonomischen und politischen Verhältnissen.

Als Auslöser der Proteste gelten vor allem der Vorwurf des Wahlbetrugs, aber auch das miserable Krisenmanagement während der Corona-Pandemie. Diese trugen zur Entwick-lung der demokratischen Bewegung bei und formten Unter-stützungsstrukturen. Der Ausstellungstitel nimmt auf die Anfänge der Protestbewegung Bezug und verweist auf protestierende und versehrte Körper, aber auch auf den Prozess der Heilung.

Die Wechselwirkungen von Kunst und politischem Aktivismus treten in Belarus besonders zu Tage. Zahlreiche Ausstellungsorte wurden geschlossen und Künstler:innen inhaftiert oder durch gewaltvolle Repressionen zur Emi-gration gezwungen. Dennoch nimmt der kreative und künstlerische Protest nicht ab, sondern entwickelt neue Strategien im Umgang mit der Zensur: durch digitale Veröffentlichungsformate, den Ausbau von Vernetzungs-strukturen und dem Ausloten der Grenzen von Zensur.
Die Ausstellung soll auf eine Zukunft weisen, getragen
von der Hoffnung auf Wandel. Ein Rahmenprogramm
mit Künstler:innengespräch, Konzert und Filmscreening kontextualisiert die Ausstellung und beleuchtet das Spezifische der kulturellen Prozesse in Belarus.

Die Künstler:innen

 

Künstler:innengespräch (engl.)

Samstag | 2. Oktober | 16 Uhr

mit Anmeldung per E-Mail