QUESTIONING NORMALCY – Ausstellung und Forum im Westwerk
initiiert von DER LÄCHELNDE HASE (Carsten Rabe & Madeleine Lauw)
mit Corrina Goutos, Gosia Machon, Jay Ritchie, Linda Hansen, Merlin Reichart, Nana Xu, Roxana Rios und Yannick Riemer
Eröffnung: 4. November 2026, 18–22 Uhr
Ausstellungsdauer: 5. bis 21. November 2026
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag, 16–20 Uhr
Die Ausstellung zeigt Arbeiten der am Projekt beteiligten Künstler*innen. Mittels Vorträgen, Workshops und gemeinschaftlichem Lesen erweitern wir den klassischen Ausstellungsrahmen um ein Forum, das sich einem Wissenstransfer aus ganz unterschiedlichen Überschneidungsbereichen der künstlerischen Praxen annähert.
Im Zentrum steht der Tisch als Ort des Austauschs und Teilens: Am Tisch entsteht eine Gemeinschaft auf Zeit, die zusammenkommt und gemeinsam isst, liest, hört und spricht.
Mehr Infos auf Insta: der.laechelnde.hase
Im Kino: »Jeanne Dielman«
Am Sonntag 1. November 2026 um 17 Uhr wird im Metropolis Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg gezeigt:
Jeanne Dielman, 23, quai du Commerce, 1080 Bruxelles, Bel, F 1975, Regie: Chantal Akerman
Im Anschluss findet ein Vortrag inkl. Gespräch mit Prof. Dr. Heike Klippel und Madeleine Lauw statt, moderiert von Prof. Martin Kreyssig.
Prof. Dr. Heike Klippel ist u.a. Autorin des Buches: “Zeit ohne Ende – Essays über Zeit, Frauen und Kino”.
Die Filmreihe zum Projekt QUESTIONING NORMALCY wurde kuratiert von Filmregisseur Prof. Martin Kreyssig.
Forum
Das Rahmenprogramm findet innerhalb der Ausstellung statt und verbindet die inhaltliche Recherche mit den künstlerischen Arbeiten.
Das gesamte Angebot ist kostenlos.
Veranstaltungen mit * – bitte anmelden unter: gespraeche@der-laechelnde-hase.de
04.11.2026, Mitttwoch, WESTWERK, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung QUESTIONING NORMALCY
05.11.2026, Donnerstag, WESTWERK, 18–20 Uhr
Diskurs und Abendbrot: Gemeinsam lesen zum Thema Körper
06.11.2026, Freitag, WESTWERK, 19 Uhr
Lesung an grenzen von Özlem Özgül Dündar
07.11.2026, Samstag, WESTWERK, 12–16 Uhr
Workshop mit Roxana Rios: Un-doing Gender — Bewegungsanalyse verkörperter Normen nach Marianne Wex*
ab 18 Uhr Schmausen in Community: Tafel in der Ausstellung
11.11.2026, Mittwoch, WESTWERK, ab 18 Uhr
Kurzfilmabend zum Thema QUESTIONING NORMALCY
12.11.2026, Donnerstag, WESTWERK, 18–20 Uhr
Diskurs und Abendbrot: Gemeinsam lesen zum Thema Klima und Zukunft
14.11.2026, Samstag, WESTWERK, 20 Uhr
Workshop mit Gosia Machon: Wer nimmt wen wahr?*
ab 18 Uhr Schmausen in Community: Tafel in der Ausstellung
19.11.2026, Donnerstag, WESTWERK, ab 18 Uhr
Diskurs und Abendbrot: Gemeinsam lesen zum Thema Rechtsruck und Widerstand
20.11.2026, Freitag, WESTWERK, 18–20 Uhr
Gespräch mit dem ars eco lab (Anja Ziehlmann und Ben Nurgenc)
20.11.2026, Samstag, WESTWERK, 12–16 Uhr
Workshop mit Nana Xu: Non-Fiction Storytelling*
ab 18 Uhr Schmausen in Community: Tafel in der Ausstellung
QUESTIONING NORMALCY ist ein einjähriges Kunstprojekt, initiiert von DER LÄCHELNDE HASE (Carsten Rabe & Madeleine Lauw). Inspiriert von Ursula K. Le Guins Carrier Bag Theory of Fiction hinterfragen insgesamt 8 teilnehmende Künstler*innen in unterschiedlichen Ansätzen Normalitäts- und Normativitätskonzepte.
In Form von öffentlichen Tischgesprächen mit selbstgemachtem Essen, Radio- und Podcastfolgen, einer Kinoreihe in der Metropolis Kinothek und einer Ausstellung begleitet durch Lesungen, Workshops und Screenings widmet sich das Projekt der künstlerischen Recherche und dem Austausch.
Die Klimakatastrophe, politische Umbrüche nach rechts, immer weiter wachsende soziale Ungleichheit, Transfeindlichkeit – all das sind zerstörerische Zustände, die nach Veränderungen verlangen. Doch stattdessen ist in weiten Teilen unserer Gesellschaften eine auffällige Passivität bis hin zur stoischen Fortsetzung gewohnter Muster zu beobachten — der normale Lauf der Dinge.
Vorstellungen von Normalität und Normative wirken im Alltag stetig auf uns ein, oft auch unbemerkt: Sie bestimmen, was als selbstverständlich gilt, welche Lebensweisen anerkannt werden und welche nicht, wer Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe erhält und wer nicht. Dabei sind diese Vorstellungen keineswegs naturgegeben, sondern historisch, kulturell und politisch geformt – und können dadurch auch hinterfragt und verändert werden.
Hier setzt das Kunstprojekt QUESTIONING NORMALCY an und fordert mit den Mechanismen der künstlerischen Arbeit den Normalzustand heraus. Dabei dient die Carrier Bag Theory of Fiction der Autorin Ursula K. Le Guin als methodische Klammer: Unterschiedliche künstlerische Positionen und Arbeitsweisen treffen in einem pluralen Raum des Sammelns aufeinander. Die Tragetasche wird dabei zum Bild für ein Wissensverständnis, das nicht auf lineare Fortschrittsnarrative und Eindeutigkeiten setzt, sondern auf Beziehungsgeflechte.
Im November präsentiert QUESTIONING NORMALCY - Ausstellung und Forum diese Tragetasche noch einmal der Öffentlichkeit: Eine Gruppenausstellung zeigt die Arbeiten von 8 Künstler*innen, begleitet durch öffentliche Lesungen, Workshops, Screenings und gemeinsame Essen. Das gesamte Programm ist kostenlos.
Wir danken für die Unterstützung durch die BKM Hamburg sowie durch die Liebelt Stiftung welche die Realisierung des Projektes ermöglicht haben.
Sofern sich zu der Presseerklärung noch weitere Fragen ergeben oder Informationen benötigt werden, melden Sie sich gerne bei Carsten Rabe.

