das kurativ
Der Verein das kurativ wurde 2022 von den Kunsthistorikerinnen und Kulturwissenschaftlerinnen Lara Bader, Manya Gramsch und Sarah Thiemann gegründet und setzt sich für mehr Chancengerechtigkeit im Kunstbetrieb ein.
Als das kurativ fördern sie den Austausch von Künstler*innen verschiedener Herkunft und aus unterschiedlichen Bereichen, insbesondere durch die Vermittlung der bildenden Kunst der Gegenwart sowie die Planung und Durchführung künstlerischer und kultureller Aktionen wie Ausstellungen, Lesungen, Performances und ähnlichem.
Ausgehend vom Glauben an die „heilende“ Kraft der Kunst und ihr Potenzial, Perspektiven zu erweitern, Grenzen zu überwinden und Demokratie zu stärken, setzen sie sich für einen niedrigschwelligen Zugang zu Kunst und Kultur ein. Zugleich engagieren sie sich für mehr Gleichberechtigung, faire Arbeitsbedingungen und einen barrierearmen, diversen und offenen Kunstbetrieb. Fragen von Zugehörigkeit und Teilhabe betrachten sie sowohl aus eigener Betroffenheit als auch aus kritisch-wissenschaftlicher Perspektive.
Cross:Walk #2
Wo passiert Kunst?
Nachdem es im ersten Cross:Walk um die Perspektive einer externen Expertin auf eine Ausstellung im Westwerk ging, soll der zweite Cross:Walk Einblicke in drei unterschiedliche Stationen des Kunstbetriebes ermöglichen. Hierzu lädt das kurativ zu einem Kunstspaziergang ein, der aus der Ausstellung raus, durch das Westwerk und in die unmittelbare Nachbarschaft führt. Gestartet wird in der aktuellen Ausstellung QUESTIONING NORMALCY im Westwerk, von dort aus geht es hoch in das Atelier des Westwerk-Mitglieds Olivia von Pock und im Anschluss besuchen wir die aktuelle Ausstellung in der Galerie Kaufmann und treffen dort die Galeristin.
Zwischen temporärer Ausstellung in einem selbstverwalteten Ausstellungsraum, langfristigem Atelierplatz und junger Galerie eröffnen sich spannende Einblicke in verschiedene Arbeitsweisen, Infrastrukturen und Perspektiven innerhalb des Kunstfeldes. Gleichzeitig begegnen wir künstlerischen Positionen, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Alltagsobjekten, gefundenen Strukturen und Ökologien auseinandersetzen. Es wird also um Kunst gehen, aber auch um die Bedingungen unter denen diese entsteht oder sichtbar wird. Der Austausch steht dabei auch diesmal klar im Fokus: Eigene Fragen und Gedanken der Besucher*innen sind also ausdrücklich erwünscht!
Sa, 24.10.26 und So, 08.11.26, jeweils 10-15 Uhr
Sprechstunde Kunst
Wer hilft beim Schreiben eines Förderantrags? Wie lassen sich Familie und der Beruf „Künstler*in“ unter einen Hut bringen? Ist man auch Künstler*in, wenn man keine Ausstellung hat? Wie wird man Kunsthistoriker*in ohne reiche Eltern?…
Dieses Format wendet sich an Künstler*innen, Kunstwissenschaftler*innen, Musiker*innen, Autor*innen oder anderweitig im Kunstbetrieb Tätige mit Redebedarf. In 45 minütigen Einzelsitzungen, die im Vorfeld gebucht werden müssen, bieten die Kunst- und Kulturwissenschaftlerinnen von das kurativ die Möglichkeit, vertraulich und in einem geschützten Rahmen über Förderanträge, Projektideen, Arbeitsbedingungen, Gedanken und Sorgen aus dem Alltag im Kunstbetrieb zu sprechen. das kurativ setzt sich ein für mehr Chancengleichheit im Kunstbetrieb und bietet durch seine eigenen Erfahrungen, wissenschaftliche Expertise, Techniken der Kunstvermittlung, gute Zuhörfähigkeiten und Empathie den Rahmen für eine empowernde Umgebung.
Eingeladen sind ausdrücklich im Kunstbetrieb Tätige aller Qualifizierungsstufen und Sparten.
Achtung: beide Tage – 24.10. & 08.11., jeweils 10-15 Uhr – sind bereits vollständig ausgebucht!

