WESTWERK.

WESTWERK.

Admiralitätstr. 74

20459 Hamburg

Eröffnung | Samstag | 18. Februar 2017 | 19 Uhr

Surfing the great Tsunami

Die Ausstellung versammelt 22 deutsche und dänische Künstlerpositionen unterschiedlicher Genres, welche sich thematisch mit dem menschlichen Einfluss auf Natur und Umwelt – dem Anthropozän – auseinandersetzen.

Die Gruppenausstellung mit dem Titel »Surfing the Great Tsunami« versucht – mehr als ein Versuch kann das wohl nicht sein – die verbreitet unbekümmerte Haltung in unserer Gesellschaft gegenüber des wachsenden ökologischen Desasters zu hinterfragen, das sich als »Footprint« des menschlichen Tuns ausbreitet. In dem neuen geologischen Zeitalter des Anthropozän – beginnend, präzisieren manche Wissenschaftler, mit den Trinity Atomtests im Juli 1945 – überwiegt die destruktive Kraft der wirtschaftlich-ökonomischen Prinzips die uralte regenerative Kraft der Natur. Die grotesken Konsequenzen dieses Missverhältnisses bäumen sich vor unseren Augen auf wie eine riesige Tsunamiwelle, und zwar in nicht allzu langsamer Zeitlupe.

Und wir spielen und amüsieren uns meist unbesorgt oder prima abgelenkt auf der Krone dieser Welle, sagten sich die drei Künstler_innen Jane Pedersen und Ulrik Lund aus Aarhus in Dänemark und Carsten Rabe aus Hamburg, die diese Gruppen-
ausstellung in Kollaboration kuratiert und auf eine Reise von Aarhus nach Hamburg geschickt haben. Im Westwerk und im MOM Artspace im Gängeviertel kommt die Ausstellung ab kommendem Samstag bei ihrer vierten und letzten Station an.

Hier werden Arbeiten von 22 Künstler_innen aus Aarhus in Dänemark und Hamburg gezeigt, die aus unterschiedlichen ästhetischen und konzeptuellen Perspektiven kritische, grotesk amüsierte, schräge, zornige Blicke auf das Thema werfen.  Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur, gefundene Objekte und

 

Inszenierung sind die Medien, die diese verschiedenen Standpunkte artikulieren. Bei den zwei Spielorten ist die Schiene der Kooperation interessant: Eine Vernetzung zweier Hamburger Kulturorte – Gängeviertel und Westwerk teilen sowohl geografische als auch geistig-kulturelle Nähe – steht auf der Fahne von Kurator Carsten Rabe. Diese Vernetzungsidee wird sich wahrscheinlich ab Herbst 2017 mit einem weiteren Projekt zwischen Hamburg und Aarhus fortsetzen.