WESTWERK.

WESTWERK.

Admiralitätstr. 74

20459 Hamburg

2017

Eröffnung | Donnerstag | 4. Mai 2017 | 19 Uhr

Ausstellung: 5. bis 13. Mai 2017

Langsam, abrupt, in sehr unterschiedlichen Zeitspannen entstehen gemalte Linien, Flecken, Verläufe, Kanten, Aus-blutungen von Farben, Bindern und Malmitteln. Korrekturen, Orte, an denen Abklebungen waren und Übermalungen sind sichtbar. Die Farben tauchen langsam aus den Linien auf. Früher immer sehr verhalten, inzwischen deutlicher und farblich, als eigenständige Flächen, definierter. Die Linien und Flächen

enden am Bildrand oder gehen über ihn hinaus. Der Rand wird zur Bildgrenze erst nach dem Aufspannen des Bildes auf den Rahmen. Die Flächen hängen im Gestell oder dehnen die Linien an den Bildrand. Die ganze Entstehung und das ganze Material des Bilds sind sichtbar. Alles ist unmittelbar und direkt. Was nicht sichtbar ist, ist die Spur des Malers. Kein Selbstausdruck. Keine Expressivität. Eher eine Mechanik des Gefühls. Die Bilder handeln von Kontrolle und Kontrollverlust.

Am Ende sehen die Bilder so aus, als ob gerade dieses eine nur so aussehen könnte. Eine Notwendigkeit ist. Und als Widerspruch zu sich selbst immer noch alle Möglichkeiten
in sich trägt. Das Bild ist ein möglicher und zugleich notwendiger Entwurf.

Stephan Baumkötter

Ausstellungsansichten

Fotoedition

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