WESTWERK.

WESTWERK.

Admiralitätstr. 74

20459 Hamburg

Konzert | Samstag | 8. Oktober 2016 | 21 Uhr | 10 Euro

2016

Festland

 

Mit »Doch die Winde weh’n …« haben FESTLAND ihr drittes Album eingespielt, das wie seine Vorgänger auf Alfred Hilsbergs Zick-Zack-Label erschienen ist. Diesmal allerdings ist alles ganz anders und die Musik das Ergebnis einer längeren Suche. Die Band hat ihr letztes Album vor ganzen sechs Jahren veröffentlicht. 2012 verstarb dann der Texter der Band Fabian Weinecke, dessen Malerei auf den Covern von FESTLAND zu sehen ist. Diesem Einschnitt wollte das Trio Rechnung tragen.

Das Ergebnis ist ein extrem reduziertes sowie überwiegend akustisches Album. Überraschenderweise klingt es nur gar nicht wie ein klassisches Unplugged-Album, kein Lagerfeuer-Sound, nirgends Folk-Spuren.
Denn immer noch ist ganz deutlich zu hören, dass FESTLAND ursprünglich aus einer samplebasierten Elektronikwelt kommen. Der dreistimmige Gesang der Band trifft nun allerdings auf Geige, Kontrabass und diverses Klangholz. Gelegentlich sind auch Vocoder und Gitarre zu hören. Zart und karg, doch stets melodiös
klingen die Lieder von FESTLAND, wie präzise ineinander arbeitende Räder eines mechanischen Uhrwerks – hier aus Saiten und Holz.

Die bilderreichen Textwelten werden wie zuvor aus der Distanz vorgetragen und sind bisweilen engelsgleich gesungen. Oft reichen nur wenige Zeilen, um bei den Zuhörern Erwartungen aufzubauen und dann direkt wieder zu stören. Mit dieser irritierenden Mehrdeutigkeit, die aus scheinbarer Naivität und der unangestrengten Einfachheit von Kinderliedern hervorblüht, schaffen FESTLAND ihren ganz eigenen mit nichts anderem zu vergleichenden Sound. FESTLAND bleiben dabei stets die Meister der höflichen Irritation. – Hört selbst …

 

»Keine zweite Band klingt wie Festland, und trotzdem ist nichts von einer Originalitätsanstrengung zu hören.«

Spex

»Dass Festland (…) nie agitieren, fordern oder anderweitig penetrant Aufmerksamkeit zu erzwingen suchen, sondern auf geradezu kraftwerkeske Weise das Kühle mit dem Charmanten verbinden, ist ebenso ein Alleinstellungsmerkmal wie ihre mit Samples aus Klassik und Minimal Music versetzte und mit organischen Instrumenten erzeugte Tanzmusik.«

taz

»›Welt verbrennt‹ ist ein Meisterwerk klanglicher Relaxation. Mit ihrem zweiten Album gelingt dem Essener Low-Fi-Trio Festland eine Art Anleitung zur Lässigkeit. Selten wurde Minimalhouse so anspruchsvoll mit Rockelementen vermengt, so kreativ und en passant …«

Die Zeit

Foto: Bo Otter

Fotos: Daria Jelonek

FESTLAND’s music is based upon beats and sounds used in DJ culture, but played live with string bass, violin, glockenspiel and percussion. The german lyrics are sung in three part harmonies. – Let’s call it Krauthouse. Or Super-Heavy-Minimalism.