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Look at the music.
Look at the music.
»Listen to the pictures«
»Meine Arbeiten sind Musik — meine Bilder kann man mit den Augen hören.« Anja Huwe
Ihre Art, Musik visuell darzustellen, präsentierte sie bisher mit großem Erfolg hauptsächlich in New York, aber auch in ihrer zweiten künstlerischen Heimat Großbritannien. Sie nutzte bisher bewusst und fast ausschließlich so genannte Off-Locations, offenen und öffentlichen Raum, der Improvisation und Bewegung zulässt.
Anja Huwe, vor vielen Jahren Musikerin der Kultband X mal Deutschland, folgt als Synästhetikerin konsequent ihren »gekoppelten Sinnen« — der Verbindung von Augen und Ohren, dem Sehen und Hören. Wie klingt ein Blau? Welchen Ton schlägt Rot an? Was erzeugt Harmonien, was Dissonanzen? Ihre Form und ihr Ausdruck der Synästhesie ist der permanente Austausch zwischen allen Ebenen und Dimensionen, ist Bewegung im Raum und lässt sich nicht limitieren. Die beeindruckenden Formate sind nicht gegenständlich. Anja Huwes Arbeiten bestehen ausschließlich aus Punkten. Sie vermag es, mit immer der gleichen Technik unterschiedlichste Assoziationen auszulösen.
»Ich beschränke mich bewusst auf die absolute Urform, selbstverständlich entstehende Muster, Punkte und Kreise, scheinbar natürliche Strukturen, Fraktale und Cluster, visuelle Melodien«.
Die Arbeiten oszillieren dabei im Raum, und je nach Betrachtungswinkel und Lichtstimmung erschließen sich Akkorde, Strophen, Rhythmen und Strukturen. Durch Lichtsetzungen arbeitet die Oberfläche des Bildes, verändert sich und bekommt immer neue Facetten und Tiefen.
Das gilt ebenso für die erhabene Struktur, die Haptik der Farbpunkte. Sie werden durch Licht und Farbe lebendig und transzendieren — scheinbar. Anja Huwes großflächige Arbeiten verleiten dazu, angefasst zu werden, um sie, im wahrsten Sinne des Wortes, zu »erfassen«.
Eröffnung: Donnerstag, 14. Januar 2010
Ausstellung: 15. bis 24. Januar 2010
Anja Huwe, in Hamburg geboren, arbeitet seit Jahren ausschließlich auf internationalem Parkett. Westwerk und Feinkunst Krüger präsentierten ihre großformatigen Arbeiten nun erstmals in Deutschland.